Die Entdeckung der Langsamkeit oder Aufbruch in eine neue Welt. In drei Wochen von Venedig nach Buenos Aires (21.11.2015 bis 12.12.2015).

Das also ist grüne Mobilität. Die grünstmögliche zumindest. Ein Kreuzfahrtschiff. Schiffe an sich gelten als halb so klimaschädlich wie Flugzeuge, unseres ist sogar extra ökologisch. Fährt nicht mit Röhöl, wirft keinen Müll ins Meer, solche Dinge. Es hat sogar einen Preis gewonnen. Segelschiff und Tretboot wären natürlich besser, fielen aber aus mit zwei Kleinkindern im Gepäck. Europa-Südamerika, Venedig-Buenos Aires, 11 Häfen, ca. 6000 Seemeilen. 3000 Gäste, angeblich fast 2000 Mann Besatzung. Drei Mal am Tag Buffet, zwei Mal Zimmerservice, zwei Pools, vier Restaurants, ein Casino. Weiß nicht wie viele Liegen.

Eröffnung einer Zukunft. Aufbruch durch die Adria und ein bisschen Kroatien am Horizont.
Eröffnung einer Zukunft. Aufbruch durch die Adria und ein bisschen Kroatien am Horizont.

Wir legen ab, versuchen es. Sturm in Venedig. Wir dürfen den Hafen nicht verlassen. Die Schlacht beginnt auch so, noch an der Mole. Tortenschlacht. Oder ein bisschen allgemeiner: Essensschlacht.

Später werden wir die Werbespots der Kreuzfahrtlinie sehen. Schöne, junge Menschen fallen sich in die Arme, lächeln sich satt und satter, (hören gar nicht mehr auf zu lächeln, ich würde sagen MDMA), geben sich Küsschen, trinken Wein, genießen mediterrane Snacks. Alles immer vor dieser malerischen Kulisse aus Meer und oder Sonnenuntergang. Von der Reling aus gesehen oder mit Blick aufs Schiff. Na klar, Werbung zeigt immer nur einen Ausschnitt aus der Realität des späteren Lebens mit dem beworbenen Produkt. Nur weil ich einen Audi kaufe, werde ich nicht ständig auf zugefrorenen Seen am Polarkreis einem Rudel Wölfe davon fahren. (Auch wenn ich es könnte). Da mache ich mir nichts vor. Und die Werbung der Kreuzfahrtlinie holt uns ja auch nicht nur blind das Blaue vom Himmel herunter, sie zeigt einfach nur einen Ausschnitt. Tatsächlich befinden sich in etwa so viele schöne, junge Menschen an Bord, wie in ihren Spots auch vorkommen. Ca. ein Dutzend. Vier davon sind wir. Aber so ausdauernd lächeln kann höchstens unsere Tochter Aliénor, die ist gerade eins geworden. Sie nimmt noch keinen Anstoß an der grünstmögilchen Art interkontinental zu reisen.

Vehikel, oder wie man es nennen soll. Hier schon ein paar Häfen weiter in Malaga vor Anker.
Vehikel, oder wie man es nennen soll. Hier schon ein paar Häfen weiter in Malaga vor Anker.

Venedig. Sturm im Hafenbecken. Extended lunch time. Oder ist es schon Abendessen? Der Übergang ist fließend. Nur zwischen zwei und sechs Uhr morgens gibt es am Buffet auf Deck 13 nichts zu essen, nur Pizza-Zimmerservice (und beim Abendessen selbst gemachte Lunchpackete für den kleinen Hunger zwischen den großen Hungern). Die Runde ums Buffet geht für das Gros der Reisegäste schon als Spaziergang durch, knapp 150 Meter. Pizza, Pasta, Fleisch, Salate, Obst, Beilagen aller Art, Ethnic Corner (Frankreich war glaub ich in drei Wochen das Exotischste), Fast Food und Desserts. Um einen Ausschnitt des Angebots zu zeigen. Die hungrigen Massen werfen sich also den Warmhalteplatten entgegen, als stünde ab morgen Wölfe jagen am Polarkreis an.

Auch ich. Seit dem Frühstück nichts gegessen und, oh Gott, wie sieht das alles lecker aus. Aber es gibt keine Tabletts, nur etwas größere, ovale Teller. Noch frage ich mich warum, bald werde ich verstehen. Ich türme auf, von allem etwas geht ohnehin nicht, also Selbstbeschränkung, dann drück ich den ganzen Teller weg. Es geht, ich bin ja jung und habe sogar vor ein paar Tagen noch Sport gemacht. Dann mache ich noch eine Runde zu den Desserts und beginne zu verstehen: Die Sache mit den Tabletts, auf die man ja mehrere Teller stellen könnte. Was alles nur noch schlimmer machen würde. Denn viele der Gästen scheinen auf den Überfluss an zugegebenermaßen sehr gut zubereiteten Speisen nicht anders als mit Maßlosigkeit begegnen zu können. Maßlosigkeit, die in keinem Verhältnis steht zu den Mengen, die sie noch zu essen vermögen in ihrem Alter. Den halben Teller übrig lassen? Kein Problem. Sechs Stück Kuchen hamstern und dann nur eins essen? Geht auch. Den halben Teller übrig lassen, einen neuen Teller holen und den dann nicht einmal anrühren? Hab ich auch gesehen. Es auch zu glauben, fällt mir schwer. Aber klar, ist ja umsonst. So wie die Erde.

Wir überschlagen den Prozentsatz Übergewichtiger unter den Gästen. 80%. Davon fettleibig? Ein  Drittel. Gut, der Altersschnitt liegt bei 60 Jahren, aber wenn es nicht möglich ist, würdevoller zu altern als so, dann bitte erschießt mich an meinem 50. Geburtstag. Einmal sehe ich einen schlanken älteren Herrn. Er kommt gerade aus der Chemotherapie. Gegen Ende der Fahrt sehe ich auch noch einen gesunden schlanken.

Was wir hier eigentlich machen? Nein, kein Urlaub, Überfahrt eben. Die grünstmögliche. Für die meisten ist die Kreuzfahrt an sich das Ziel, für uns nur der Weg an unser Ziel. Aber die Frachter waren tatsächlich alle teurer. Und drei Wochen mit zwei kleinen Kindern auf einem Containerschiff ohne richtige Reling?

Erster Zwischenstopp Bari. Schuttelbus zum Zentrum, 15 Minuten anstehen für die Fahrkarte, dann fünf Minuten Fahrt über jede Menge Ampeln. Fußweg zurück: 15 Minuten. Bloß nicht laufen. Dabei tun es manche sogar freiwillig. Morgens auf Deck 14, draußen, ist Powerwalk angesagt. Powerwalk hat den großen Vorteil, dass wenn man in die gleiche Richtung wie Powerwalker will, man nur halb so oft überholen muss wie im normalen Gedränge an Bord. Jules ist drei, im Sprint dürfte er zum oberen Fünftel der Mitreisenden zählen. Aber er ist auch recht schnell im Laufen.

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Fenster zu, die Touris kommen. Medina, Malta.

In Malta, dem zweiten Stopp, wird eine Frau aus unserer Ausflugsgruppe von einer Kutsche überfahren. Der Gruppenverantwortliche wird uns später gestehen: „Ich dachte, die sei tot.“ Sah auch ein bisschen so aus. Wir biegen in der Mdina genannten Altstadt um die Ecke einer schmalen Gasse, aus der gerade ein Einspänner mit nervösem Pferd kommt, welches dann angesichts eines Rudels deutscher Rentner (denn die Ausflugsgruppen sind nach Sprachen sortiert) die Fassung verliert und ein bisschen durchgeht. Die Frau ist um die siebzig, reagiert erst nicht, im Fallen dann glücklicherweise aber schon, indem sie sich auf dem Boden liegend bereits bevor sie das Vorderrad der Kutsche überfährt ein bisschen „kugelig“ (wie Jules sagen würde) macht. Das Hinterrad erwischt sie dann erst an der Hüfte und schließlich am Kopf. Der Fremdenführer (ein Malteser) meint, sie hätte doch besser aufpassen sollen und so was komme höchstens alle zehn Jahre vor (der Verantwortliche meint später, das käme praktisch jedes Mal vor) und der Polizist, der gerade erscheint, möchte die überfahrene Frau aus dem Weg haben, weil da nämlich gleich ein VIP lang käme. Der einzige Arzt ist Jeanne, die gerade ihr Staatsexamen abgeschlossen hat, und die Schockstarre der Frau entpuppt sich am Folgetag als Normalzustand. Im Alter werden einfach manche Menschen ein bisschen stoisch. (Ihr fehlte im Übrigen nichts.)

Tage auf See. Das Dilemma menschlichen Existenz in Zeiten des Überflusses mal ganz unverstellt von etwaigen sinnstiftenden Tätigkeiten auf die Spitze gebracht. 3000 Menschen, die sich ohne Arbeit (knapp 2000 dafür mit sehr viel), ohne wirkliche Möglichkeiten zu Sport und in der überwältigenden Mehrzahl auch ohne sonstige an den Ursprung unserer Existenz erinnernden Tätigkeiten, wie z.B. Kinder betreuen, zusammen auf einem Schiff wiederfinden, auf dem beinahe ausschließlich Konsum angeboten wird. Das Ergebnis: Exorbitantes Frühstück um 10, dann bespielen lassen von mitleiderregenden Animateuren oder in die Sonne legen, um Punkt 12 alle wieder ans Buffet, hier schon mal die ersten Gläser Bier oder Wein, danach wieder Sonne oder aber ganz wichtig: shoppen. Billigstes Zeug zu waghalsigen Preisen. Geht aber alles weg, denn was sonst soll man hier mit sich anfangen? Ein 9kg Nutellatopf. Hatte ich auch noch nicht gesehen. Um vier öffnet die Keks- und Kuchenbar, das darf man nicht verpassen, denn da gibt es das einzige Lebensmittel, das man horten kann, weil man es im Gegensatz zu den sonst in der Mehrheit sehr cremigen Desserts stapeln kann: Cookies. Da verschwinden schon mal 15 auf einen Streich in der Handtasche. Oder es wandern zehn auf den Teller, von denen dann natürlich sechs nicht gegessen werden, was an sich nicht schlimm wäre im Land of Plenty, wenn nicht in Sachen Keksen ein anderes Gesetz herrschen würde. Diese werden irgendwann nicht mehr, so wie alle anderen Gerichte, nachgeladen und so finde ich mich mitunter um die übrig gelassenen Keksberge schleichend wieder und will schon fragen, ob ich nicht mal könnte… Blöderweise hat Jeanne mir das verboten. Dabei wäre es doch im Grunde logisch, wird ja sonst weggeworfen.

Die Mägen weiten sich an jedem Seetag weiter und folglich wird am nächsten noch mehr gegessen. Das Abendessen folgt der gleichen Logik. Im Restaurant sind die Portionen zum Glück extrem klein bemessen. So müssen die armen Crew-Mitglieder, die angeblich nicht besonders gut essen, einmal nicht ganz so viel in die Tonne kippen. (Einmal stelle ich mir vor, nur den „Müll“ eines Essens an Bord in das Dorf Parkachik im Ladakh, in dem wir im September zehn Tage verbracht haben, zu verschenken und bin mir sicher, dieser Tag würde zwanzig Jahre und mehr als kollektiver Feiertag begangen werden, rechnet man einmal von der euphorischen Reaktion auf eine halbe Kiste Tütensuppe, Kekse, Knoblauch und dergleichen hoch.)

Alicante und Malaga haben schöne Strände und Festungen, es riecht nach Pinien in der Sonne und El Chorro, ich fasse Felsen an. Wie gerne würde ich ein bisschen klettern! Es gibt ein Fitnessstudio auf dem Schiff, leider ohne Klimmzugstange und nur mit einer Maschine, die sich Vertical Traction nennt, und auf die sich nicht mehr als 100kg auflegen lässt. Ich starte bei 20 Wiederholungen, bin damit aus dem gewünschten Hypertrophiebereich schon draußen, und ich ende mit 36. Der große Vorteil: man merkt die Kilos nicht, die man sich anfrisst. Man sitzt ja. 3 werden es am Ende sein. Geht noch.

Müll? Das ist morgen auf dem Markt in Casablanca. Noch geht die Offenware.
Müll? Das ist morgen auf dem Markt in Casablanca. Noch geht die Offenware.

Was mich rettet, ist der Umstand, dass ein Schiff voller ungesunder Rentner eine Art Arena der Erreger ist. Das Ziel des viralen Wettkampfes: Welcher der vielen hundert, die in Venedig mit ihren Wirten an Bord gehen, breitet sich bis zum Ende der Überfahrt auf die meisten Reisenden aus? (Will heißen, quasi das gesamte Schiff.) Gewinner dieses Mal: Ein Magen Darm-Virus, der dafür sorgt, dass die öffentlichen Toiletten an Bord moderner Kunst in einem ganz besonders großzügigen Kleksenstil gleichen und ein gemeiner Schnupfen, gefolgt von Husten, der vor allem gegen Ende durch die Katakomben des Schiffrumpfs hallt. (Ein Dritter, vermutlich bakteriell, lässt Jules’ Fieber zwei Tage lang bis auf 41° steigen, womit er auf der Kreuzfahrt offiziell kranker war als während der gesamten Indienreise, die wir ja genau deshalb abbrachen.) Mich auf jeden Fall bewahren vor allem Nummer eins und dann auch Nummer zwei vor zu viel Völlerei und Gewichtszunahme. Einmal bellt ein kodierter Notfallspruch durch das Restaurant und beim Hinausgehen finden wir eine Menge Wet Floor-Schilder vor. „Ist einer beim Abendessen gestorben.“, erklärt uns eine Bedienung am Tag darauf. Unklar, ob sie zu dieser Informationsfreigabe berechtigt war, in Kitschistan stirbt es sich ja eigentlich nicht.

Casablanca, deine Häuser, sie sind dunkel im Gegenlicht wie in jeder anderen Stadt.
Casablanca, deine Häuser, sie sind dunkel im Gegenlicht wie in jeder anderen Stadt. Und nur die Fenster brennen noch.

Casablanca bezaubert mit seiner chaotischen Altstadt, das höchste Minarett der Welt allerdings zeichnet sich angesichts der benachbarten Slums eher durch groteske Unverschämtheit aus (aber bewundern wir nicht noch krassere Formen der Ungerechtigkeit, wenn auch aus einer anderen Epoche, wenn wir unter Europas formidablen Kathedralen wandeln?). Schön sind auch die Kanaren, Teneriffa allerdings ein bisschen verbaut, dafür entdecken wir auf Lanzarote das Wort Luxus ganz neu. Oder wieder. 3 Wochen Party hatte ich angekündigt für den Fall, Meiose, mein 9b-Projekt in Charmey, vor der Abreise noch klettern zu können, aber nach einer Woche will ich eigentlich gar nicht mehr. Auf dieser vulkanischen Insel nun finden wir uns auf einmal in einem 15km Fußmarsch über Lavaschotter wieder, der Jeannes ganz neue Billigturnschuhe in nur einem Tag! komplett zerlegt, und den wir in knapp drei Stunden ohne Pause durchziehen, weil Aliénor genau so lange schläft. Was nach Schinderei klingt, kommt uns selbst gegen Ende noch wie Balsam auf die Wunden der, wie soll man sagen, Enthumanisierung? unserer Tage vor. Endlich wieder Laufen, endlich wieder Sport, Natur, gigantische Wellen und eine braune Wüste ohne eine einzige Pflanze. Endlich wieder etwas Echtes zum Festhalten für die Sinne.

Lanzarotes rote Schotterlinsen. Eine Insel ganz Vulkan.
Lanzarotes rote Schotterlinsen. Eine Insel ganz Vulkan.

Dann fünf Tage auf See. Wir sind wohl die einzigen Gäste, die versuchen zu arbeiten und wohl die einzigen, die gar nicht so ohne Weiteres können. Zwar kümmert sich meine Mutter geduldigst und viel um Jules und dann gibt es auch eine Krippe, das Personal macht allerdings den Eindruck, als hätte es noch nie mit Kleinkindern zu tun gehabt (praktisch alle Angestellten im Service erzählen von ihren Kindern, nur diese hier haben als einzige keine eigenen) und so stellt man Aliénor schon einmal schreiend eine Stunde lang in einem Raum ab, in dem es ausschließlich Plastikspielzeug gibt. Wir nutzen diesen Raum allerdings auch. Der Rest des Schiffes ist so steril, dass die Kleine überhaupt nicht weiß, wie und wo sie was explorieren soll. In der indischen Wüste spielte sie stundenlang zwischen den Felsen im Sand. Natur macht es Eltern eben viel einfacher.

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Botanischer Garten Tenerifa. Looks like a bird, feels like a bird, I’m sure.

Die erste Welle, die uns aus Südamerika entgegen schwappt, ist die Tangawelle. Scheint bis dort 40 Pflicht zu sein, egal wie breit der Hintern ist und also freue ich mich schon einmal auf Rio de Janeiro. Zuerst einmal aber Salvador de Bahia, die Armen, vor denen man uns warnt, sehen eigentlich ganz normal aus, geklaut wird trotz ausdrücklicher Ansage der Schiffsleitung auch nicht und nur die noblen Hochhäuser im Garten alter Kolonialvillen mit ihren Zäunen und Portiers irritieren. Und verstellen die Aussicht. Von Rio weiß ich vorher nicht so richtig, was ich halten soll, riesige Heilige aus Beton und Massenstrände sind eigentlich nicht so meins, aber ich täusche mich. Rio ist richtig geil. Die Lage erinnert stark an Norwegen im Dschungel. Bis zu 700m hohe, gletschergeschliffene Granitbuckel, jede Menge Bigwalls (kleinere), dazwischen weiße Hochhäuser und bunte Baracken. Ein Flair des gemischt Maroden, Schönen und Entspannten umweht die Strände, oben ohne laufen die Frauen leider nicht herum, schön sind sie aber auch im Bikini, und das Meer kühlt gerade richtig von den 30° draußen herunter. Überall trinkt man Caipi und raucht Joints, Transsexuelle warnen und vor Kinderräubern und nur in der U-Bahn muss ich mein Shirt anziehen. Sogar Blöcke liegen am Strand, nur die Conditions… Kühl ist es hier wohl eher selten.

Ein halbes Auge Geborgenheit. Jüngstes Member im Team Dead Bull: Aliénor, Prinzessin auf der Dose.
Ein halbes Auge Geborgenheit. Jüngstes Member im Team Dead Bull: Aliénor, Prinzessin auf der Dose.

Und dann schon Buenos Aires. Das Ende der Reise. Oder soll man sagen, der Anfang? Ich fühle mich ein bisschen fett und nicht besonders grün, aber ich bin es wohl gewesen, glaubt man den Statistiken, und insgesamt kann man bei aller Kritik natürlich auch nicht sagen, es wäre eine unangenehme Art zu reisen. Eher zu angenehm. Ich träume kurz davon ein Schiff zu chartern, das ebenso grün wie unseres ist, mit einem Viertel Crew auskommt, bessere Löhne zahlt (die allerdings gar nicht so schlecht sein sollten, zumindest für indonesische Verhältnisse), nur die Hälfte Essen verbrennt und die Überfahrt in einem Drittel der Zeit macht. Das wäre ideal. Dann schultere ich den 50kg Rucksack und ziehe den 70kg Rollkoffer hinter mir zum Zoll her. 120 Haken, Bohrmaschine, jede Menge Hardware… Dass ich doch auch das Routen klettern und erschließen will, hatte ich mir erst überlegt, als unser Sprinter, der sich ebenfalls auf dem Seeweg hierher befindet, schon auf dem Weg nach Hamburg, seinem Einschiffungshafen, befand. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Salvador de Bahia.
Salvador de Bahia.
Rio.
Rio.
Ipanema.
Ipanema.

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